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Passivmembran |

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Passivmembran

Zahnstocher beschreibt die Wirkungsweise und Berechnung von Passivmembran Gehäusen:

Weil ich mich ja in letzter Zeit intensiv mir Passivmembranen beschäftigt habe hier ein Auszug der "Basics". Dabei stütze ich mich auf eigene Erkenntnisse und auch auf Beiträge die ich im Internet gefunden habe.

Grundsätzlich funktioniert die Berechnung der Passivmembran wie bei einem Bassreflex oder Bandpassgehäuse dabei sollte man das Verdrängungsvolumen des Ports beachten.

Vorteile der Passivmembran

Nachteile der Passivmembran

Berechnung der Passivmembran

Zur Berechnung der Passivmembran verwendet man folgende Formel:

M(PR) = Faktor x Sd(p)² / ( fB² x VB )

M(PR) = mms der Passivmembran

Sd(P) = Membranfläche der Passivmembran

fB = Abstimmfrequenz des Gehäuses

VB = das effektive Volumen im Gehäuse und der

Faktor = 35.5 in der Literatur bezieht sich auf weiche Aufhängungen, bei härteren Aufhängungen (2 Zentrierspinnen) sollte man schon einen Faktor von 44 wählen.

Auswahl der geeigneten Passivmembran

Die Passivmembran sollte 100% oder besser 150% der Membranfläche des Treibers aufweisen, weniger Membranfläche kann durch eine höhere Lineare Auslenkung kompensiert werden.

Die fs der Passivmembran sollte schon im Originalzustand tiefer liegen als die des Treibers und die Aufhängung sollte weicher sein um mechanische Verluste zu verringern. Ein zweiter identischer Treiber als Passivmembran ist als Mindestanforderung anzusehen, aber keineswegs als optimal.

Die Passivmembran sollte bereits im "Serienzustand" im vorgesehenen Volumen ausreichend tief abgestimmt sein. Das Zielgewicht der Passivmembran sollte 150% des ursprünglichen Gewichts nicht überschreiten, da sonst die Aufhängung sehr schnell dezentriert und das Chassis durchhängt. Eine Entfernung der Zentrierspinne macht die Aufhängung zwar sehr weich und erhöht die Auslenkung, aber es besteht auch eine höhere Gefahr einer Dezentrierung oder Taumelbewegungen das diese dem Klang nicht förderlich sind ist denke ich auch klar.

Abstimmung der Passivmembran

Zur Abstimmung der Passivmembran ist ein Meßsytem von großem Vorteil, da man die Abstimmfrequenz und somit das Gewicht der unbeschwerten Passivmembran rückschließen kann, sofern dieses nicht vom Hersteller bekanntgegeben wurde! Die genaue Abstimmung der Passivmembran macht man dann mit dem Meßystem. Falls kein Meßsystem zur Verfügung steht geht es auch mit einer Sinus CD, die Frequenz bei der der Treiber keine Auslenkung macht bzw. die Passivmembran die meiste Auslenkung macht ist die Abstimmfrequenz.

Ich hab eine kleine Excel Datei gebastelt bei der man nur die gewünschten Werte, Abstimmfrequenz, Gehäusevolumen, Sd der Passivmembran eingibt und das benötigte Gewicht erhält. Die Datei steht als Download am Ende der Seite zur zur Verfügung.

Wer schon einmal bei Intertechnik nach Seas und Peerless Passivmembranen gesucht hat, dem ist sicher aufgefallen, das man um das Geld schon vollwertige Lautsprecher bekommt. Also einfach nach abgebrannten Subwoofern oder TMT Ausschau halten und ihr habt günstige Passivmembrane...


Download: Berechnungstabelle